5. ART BANKETT Poetry Slam geprägt vom starken Nachwuchs

5. ART BANKETT Poetry Slam geprägt vom starken Nachwuchs

Baden-Baden – Dieser Slam hatte es wirklich in sich: Motiviert durch die vorangegangen Veranstaltungen gingen diesmal gleich 5 Nachwuchs-Slammer aus Baden-Baden und Bühl mit ihren selbstgeschriebenen Texten auf die Bühne des Kulturhauses LA8. Yannik Hinsch, David Richter, Elias Kräuterfürst und die Geschwister Lotta und Frederik Kaiser machten den 5 anderen, hocherfahrenen Slammer und dem Publikum deutlich, dass man sich um die Zukunft des Poetry Slams keine Sorgen machen muss.

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Lotta Kaiser, mit gerade einmal 13 Jahren die jüngste Slammerin, wurde für die gefühlvolle und selbstbewusste Präsentation ihres selbstgeschriebenen Textes „Luxusweib“ vom Publikum begeistert direkt in die Finalrunde gewählt. Darauf war sie aber gar nicht vorbereitet und hat ihren Finalplatz unter großem Applaus weitergegeben.

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Lotta Kaiser

Wundervolle Liebeslyrik, pointiert vorgetragen, ließ keinen im Publikum ungerührt. Waren die Texte von Elias und David offensichtlich persönlich adressiert, so löste Frederik Kaiser erst mit dem Schlusssatz das Geheimnis um seine Angebetete: Die Flasche Bier! Für diesen hintergründig, ironischen Text wurde er vom Publikum begeistert ins Finale applaudiert.

Denn so funktioniert ein Poetry Slam: Per Applaus müssen die Zuhörer entscheiden, wer in die Finalrunde und wer am Ende Sieger des Slams wird. Und diese Wahl fiel allen wirklich schwer. Zu perfekt waren die Auftritte der Poeten, zu pointiert ihre Texte und zu professionell ihre Performance, als dass man leichten Herzens eine Favoritin oder einen Favoriten bestimmen konnte. 6 Minuten hatte jeder Slammer Zeit den selbstgeschriebenen Text vorzutragen. Die 10 Slammer aus ganz Deutschland traten in 3 Gruppe gegeneinander an.

Neben den Slammern aus der Region traten WortArtig aus Karlsruhe, Tobias Gralke und Simon Felix Geiger aus Freiburg, Andreas in der Au (AIDA) aus Erfurt und Jens Wienand aus Mannheim an. Sie alle begeisterten das Publikum mit einem fulminanten Wortspektakel. Die Texte trieben den Zuschauern die Freudentränen in die Augen oder ließen ihnen den Atem stocken.

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Andreas in der Au (AIDA) aus Erfurt

Am Ende kamen nicht wie geplant 3, sondern 4 Poeten ins Finale. Das hatte das Publikum mit großem Jubel und viel Applaus so gefordert. Die Entscheidung über den Sieger war dann aber sehr eindeutig: Jens Wienand aus Mannheim überzeugte im Finale und erhielt als Preis das in der Slammer-Szene mittlerweile sehr begehrte „Oos-Car“.

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Der Sieger: Jens Wienand

Jeder Slam wird von einem „Opferlamm“ eröffnet. Deren Aufgabe ist es, das Publikum aufzuwärmen und in Stimmung zu bringen. Das gelang den beiden Rappern MAGMA und SAMPLER aus Erfurt mit Leichtigkeit. Fetzige Rythmen, markige Sprüche und eine souveräne Bühnenpräsenz zeichnen die beiden bei ihren Auftritten aus.

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Die Rapper MAGMA und SAMPLER aus Erfurt

Auch dieser 5. Poetry Slam kam beim Publikum hervorragend an. Das mittlerweile so viele Nachwuchs Slammer dabei sind, ist für die Veranstalter von ART BANKETT der schönste Erfolg. Mit der Kulturinitiative hatten sie sich die Förderung von jungen Künstlern zum Ziel gesetzt. Im Frühjahr soll gemeinsam mit den in der Nachwuchsarbeit sehr engagierten AIDA und dem Rapper MAGMA aus Erfurt ein Poetry Slam Workshop in Baden-Baden stattfinden.

Interessenten können sich jetzt bereits unter kaiser@artbankett.de informieren.

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