„Für ein lebendiges Baden-Baden“: Über 200 Leute demonstrierten

„Für ein lebendiges Baden-Baden“: Über 200 Leute demonstrierten

Über 200 Leute demonstrierten am Sonntag, 3.10.2010, gegen zu weitreichende Allee-Verbote.

Share and Enjoy:
  • Print this article!
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • LinkArena
  • MisterWong
  • MySpace
  • Twitter
  • Webnews.de
  • Yigg

Mit den Worten „Wir sind kompromissbereit, aber wir lassen uns auch nicht alles gefallen“, charakterisierte Valerie Hug von der Grünen Jugend die Linie, die das Aktionsbündnis aus Jugendforum Baden-Baden, Grüner Jugend und verschiedene Einzelpersonen gegenüber den sogenannten Allee-Verboten einnimmt.

Ihrem Aufruf zu einer Demonstration dagegen waren am Sonntagnachmittag, 3.10.2010, über 200 Personen vor die Alleewiese beim Museum Frieder Burda gefolgt, vor allem Jugendliche, aber auch zahlreiche Familien mit Kindern.

Sie sind die in erster Linie von den Verboten Betroffenen. Denn wenn es nach der Stadtverwaltung geht, wird es in Zukunft nicht mehr toleriert, dass man sich zum Picknicken auf die Wiese setzt oder mal eine halbe Stunde darauf Volleyball spielt. Das war zwar gemäß einer städtischen Verordnung eigentlich schon länger nicht erlaubt, aber eben geduldet.  Um die Verbote wieder ins Bewusstsein zu rücken, sollen im Laufe des Oktobers 25 neue Verbotsschilder aufgestellt werden.

Die Demonstranten befürchten, dass die Allee-Verbote Gäste abschrecken und die Stadt zunehmend unattraktiv wird. Dabei verwiesen sie auch auf die Abwanderung des Rainbow Spirit Festivals, die u.a. auch mit dem Verbot des Betretens der Wiesen in der Lichtentaler Allee begründet wird. Ebenso befürchtet wird ein Wiederaufleben des „Alleejägers“, denn Verbote machten nur Sinn, wenn deren Einhaltung auch regelmäßig überprüft werde.

Verwiesen wurde schließlich auf andere Städte in Deutschland und Europa mit durchaus sehenswerten Grünanlagen, die in einem gewissen Rahmen betreten werden dürfen.
Das ist auch die Kompromisslinie der Verbotsgegner, denn dass die Lichtentaler Allee nicht zur Müllkippe mutieren soll und dass dort nicht der Platz für ein Grillfest oder gar zum Zelten ist, darüber sind sich alle einig.

Mit einer Unterschriftensammlung soll nun der Forderung nach einer Einschränkung der Verbotsbestimmungen und für „ein lebendiges Baden-Baden“ Nachdruck verliehen werden.

Share and Enjoy:
  • Print this article!
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • LinkArena
  • MisterWong
  • MySpace
  • Twitter
  • Webnews.de
  • Yigg